Kurz vor dem Jahreswechsel wurde noch spekuliert, ob der Bitcoin über die 110.000 US Dollar-Hürde springen kann. Ein paar Wochen später dann die Ernüchterung: Plötzlich wurde darüber diskutiert, ob der Bitcoin sogar unter 70.000 US Dollar fallen kann. Tatsächlich haben sich die ersten drei Monate des Jahres 2025 anders als prognostiziert entwickelt. Doch bei genauerer Betrachtung wird schnell klar: Auch wenn Bitcoin und Co. ganz klar hinter den Erwartungen sind, so weiß man, dass sie auch unglaubliche Comebacks feiern können.
Bitcoin: Eine Achterbahnfahrt
Der Bitcoin mag schon lange das Image des reinen Spekulationsobjekts abgelegt haben. Immer öfter kommt die Nummer 1 Kryptowährung laut Marktkapitalisierung als Zahlungsmittel zum Einsatz. Besonders im Bereich des Online Gamings oder auch Online Glücksspiels. Das deshalb, weil man hier schnell und kostengünstig sowie anonym Einzahlungen tätigen kann. Daher steigt auch die Zahl der Online Casinos mit Kryptowährungen – die Nachfrage wird immer größer, weshalb es kaum noch einen neuen Anbieter gibt, der keine Kryptowährungen akzeptiert. Auch etablierte Online Casinos sowie Online Shops rüsten bereits um und akzeptieren immer häufiger Bitcoin und Co.
Auch wenn der Bitcoin seit dem Jahresbeginn mehr als 20 Prozent verloren hat, so konnte er dennoch kurz vor Trumps Vereidigung ein neues Allzeithoch aufstellen: über 109.000 US Dollar am 20. Januar 2025. Am 1. Januar lag der Preis bei 93.500 US Dollar – der Bitcoin stieg somit in 20 Tagen um mehr als 15.000 US Dollar.
Danach folge die Ernüchterung: Im Februar und März ging es steil bergab – zum Teil lag der Bitcoin nicht nur unter der psychologisch wichtigen Grenze von 80.000 US Dollar, sondern rutschte sogar unter 79.000 US Dollar ab. Obwohl die Experten bereits darüber sprachen, welcher Preis halten kann und hier in Richtung 70.000 US Dollar blickten, blieben die langfristigen Prognosen unverändert: Der Bitcoin sollte, so die Prognosen, im Jahr 2025 die Kraft haben können, um auf über 150.000 US Dollar zu steigen. Aber ist das realistisch? Die steigende Akzeptanz, die Bitcoin-Reserve der USA sowie der Umstand, dass sich der Bitcoin im 4-Jahres-Zyklus befindet, sind allesamt Faktoren, die durchaus preissteigernde Auswirkungen haben können.
Ethereum: Ether kommt nicht in die Gänge
Wie oft schon der Ausbruch nach oben vorhergesagt wurde, wie oft man schon gesagt hat, jetzt folgt das neue Allzeithoch. Passiert ist nichts. Im Gegenteil: Lag der Preis zum Jahreswechsel bei 3.500 US Dollar, so folgte mit Anfang Februar eine Korrektur, die ETH unter 1.850 US Dollar drückte. Innerhalb der letzten 30 Tage hat der Preis von Ether um rund 25 Prozent nachgegeben – gegenüber dem Vorjahrespreis sogar um rund 40 Prozent.
Dennoch bleiben die Experten optimistisch: Ether wird im Jahr 2025 ein neues Allzeithoch aufstellen können – der höchste Preis, der je erreicht wurde: 4.878 US Dollar im November 2021. Langfristige Prognosen sehen Ether sogar bei 10.000 US Dollar.
XRP: Ende des Rechtsstreits könnte für den Preisausbruch nach oben sorgen
Lange Zeit stand XRP im Schatten des Rechtsstreits mit der SEC. Letztlich haben Krypto-Fans die Kryptowährung ignoriert, obwohl das Potenzial enorm ist. Mit Blick auf die Marktkapitalisierung liegt XRP sogar auf Platz 4. Doch die Angst, dass das Gericht zu Gunsten der SEC entscheidet, war am Ende doch zu groß, sodass die letzten Bullenruns alle ohne XRP stattgefunden haben. Das kann sich nun ändern.
Gegenüber dem Vorjahr ist der Preis um 288 Prozent gestiegen – auch wenn sich XRP noch rund 30 Prozent vom Allzeithoch (3,40 US Dollar aus dem Jahr 2018) entfernt befindet, so stehen die Chancen gut, dass der Preis 2025 stark steigen wird. Einige Experten glauben, der Preis klettert auf 5 US Dollar, es gibt Prognosen, die den Preis sogar bei 10 US Dollar sehen. Vor allem wird entscheidend sein, ob der XRP Spot ETF noch im Jahr 2025 bewilligt werden wird oder nicht.
Analysten und Experten bleiben zuversichtlich
Auch wenn die ersten drei Monate des Jahres 2025 durchaus enttäuschend waren, so gibt es doch genügend Gründe zur Hoffnung. Es gibt einige Spot ETF Anträge, sodass frisches Kapital von den institutionellen Händlern folgt, die Akzeptanz gegenüber Bitcoin und Co. wird größer und es gibt immer mehr Großanleger, die bereits derart hohe Summen in den Markt gesteckt haben, dass Korrekturen oft für den neuerlichen Einstieg genutzt werden – zudem sind Korrekturen bis zu 50 Prozent im Bullenmarkt durchaus normal.
Sind die langfristigen Prognosen vielversprechend, können durchaus kurzfristige Rücksetzer akzeptiert werden. Wie gesagt: Kryptowährungen sind hervorragend, wenn es darum geht, ein Comeback zu feiern.
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